Ariana habe ich im Sommer auf einer Fitness-Blogger-Konferenz kennen gelernt und war gleich begeistert von ihrem Blog, ihrer Sportlichkeit und ihren tollen Artikeln. Ich freue mich ganz besonders, dass ich sie für ein Interview gewinnen konnte, um sich euch vorzustellen 🙂

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Hallo Ariana, vielen Dank erst mal, dass du dir die Zeit nimmst, uns etwas über dich, dein Leben und deine Fitness- und Gesundheitsphilosophie zu erzählen. Du hast seit 2013 einen sehr erfolgreichen Fitnessblog in der Schweiz (www.eigenerweg.com).

Kerstin: Wie bist du Fitness Bloggerin geworden? Was hat dich dazu inspiriert und wie bist du auf den Namen „eigenerweg“ gekommen?

Ariana: Nach meiner Ausbildung als Fitnessinstruktorin war ich fasziniert davon, dass ich mein Wissen über eine Webseite auf einfache Weise mit anderen teilen konnte. Daher habe ich im Jahr 2005 bereits eine statische Webseite mit Fitnessübungen veröffentlicht – natürlich sah diese damals noch sehr rudimentär aus :). Über die Jahre hat sich diese immer weiter entwickelt und seit 2013 nutze ich zudem die Möglichkeit, die Inhalte durch den Blog noch interaktiver zu gestalten.

 

Ich habe den Namen „eigenerweg“ gewählt, da wir alle einzigartige und bezaubernde Individuen sind.
Obwohl wir manchmal ähnliche Ziele teilen, wird jeder seinen eigenen Weg dorthin wählen.

 

K: Über welche Themen schreibst du am liebsten?

A: Selbstverständlich liegen mir die Themen Sport und Fitness am Herzen. Gleichzeitig macht es mir auch sehr viel Spass, die Leser zu einem gesünderen und glücklicheren Lebensstil zu inspirieren. Eine weitere Leidenschaft von mir sind Bücher und ich stelle daher auch jede Woche einen besonderen Leckerbissen vor.

 

K: Was möchtest du deinen Lesern mit deinem Blog vermitteln? Was ist dir wichtig?

A: Ich möchte meinen Lesern zeigen, dass nicht nur „ein einziger“ richtiger Weg existiert. Um glücklicher, gesünder und fitter zu werden, gibt es unzählige Möglichkeiten und es ist wichtig, dabei eine zu finden, welche für dich persönlich funktioniert und dir dabei auch noch Spaß macht.

 

K: Haben sich die Themen über die du schreibst im Laufe der 4 Jahre geändert?

A: Ich veröffentliche mittlerweile viel mehr Beiträge über Bücher und nehme mir dabei auch die Freiheit heraus, manchmal ein Buch vorzustellen, welches nichts mit den „Kernthemen“ des Blogs zu tun hat. Zu Beginn habe ich zudem mehr komplette Workouts veröffentlicht – davon bin ich mittlerweile wieder etwas weggekommen.

K: Wie ernährst du dich selbst und welchen Sport treibst du persönlich?

A: Ich bezeichne mich als multisportiv und treibe daher die folgenden Sportarten zur Zeit aktiv: Yoga, Wandern, Krafttraining, Schwimmen, Bouldern, Klettern, Crossfit, Walken, Joggen und verschiedene Fitnesskurse wie DeepWork oder TaeBo.

Ernährungstechnisch versuche ich, keiner Diät zu folgen, sondern immer relativ gesund zu essen. Dies bedeutet wenig Zucker, wenige Fertigprodukte und dafür mehr Gemüse und Vollkorngetreide.

K: Du hast auf deinem Blog auch einiges an Bodyweight Fitnessübungen, also Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. Sicher hast du eine Lieblingsübung, die du besonders gerne machst. Welche ist es und wie funktioniert sie?

A: Meine absolute Lieblingsübung ist Kreuzheben/Deadlift – das ist aber keine Übung mit dem eigenen Körpergewicht, sondern braucht eine Langhantelstange.

Was ich sehr gerne ohne Zusatzgewichte mache sind Hip Thrusts: Hierbei liegt man auf dem Rücken und winkelt die Beine an. Nun hebt man die Hüfte in die Höhe und lässt sie daraufhin wieder sinken. Man kann hierbei auch einige Varianten einbauen, wie z.B. nacheinander ein Bein zur Decke strecken oder die Füße auf eine instabile Unterlage stellen.

K: Wie hältst du es mit Fitnesstraining, wenn du unterwegs bist auf Reisen?

A: Ich habe bei längeren Ferien immer Wanderschuhe dabei und versuche, wenigstens eine kleine Tour durchzuführen. Wenn das nicht geht, nehme ich fast immer Turnschuhe mit, um einen Lauf einzubauen. Oftmals trainiere ich auch im Fitnesscenter des Hotels oder im Hotelzimmer mit meinen BWE-Übungen. Meine Reisen sind sowieso meistens eher aktiv gestaltet und nach einem langen Sight-Seeing-Tag zu Fuß muss ich abends nicht extra noch trainieren.

K: Ernährst du dich anders, wenn du unterwegs bist und nicht in deinem gewohnten Umfeld?

A: Ich koche sehr gerne selbst und kann das unterwegs selten wirklich durchziehen. Daher gehe ich mehr auswärts essen und muss meistens Abstriche bei der Qualität machen (z.B. esse ich zu Hause ausschließlich Weidefleisch vom Biobauer – unterwegs lässt sich das oftmals nicht auftreiben). Allerdings sehe ich das sehr entspannt. Die paar Wochen pro Jahr werden mir auch nicht schaden und ich fokussiere mich unterwegs mehr darauf, möglichst authentische und ausgefallene Lebensmittel des jeweiligen Landes zu probieren.

K: Packst du irgendwas an Fitnessgeräten oder Nahrungsmitteln von zuhause in den Koffer mit ein?

A: Ich habe meistens etwas zum Knabbern für lange Flugzeugreisen dabei. Das allerdings nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern weil ich es nicht mag, wenn ich nur dann essen kann, wenn serviert wird – oftmals habe ich schon früher Hunger. Abgesehen von den Sportschuhen und entsprechender Kleidung packe ich aber selten etwas ein – meistens lässt sich auch unterwegs sehr gut improvisieren.

K: Du hast in deinem Blog auch regelmäßig Buchempfehlungen. Welche 3 Bücher sollte deiner Meinung nach jeder gelesen haben?

A: Darf ich auch 30 Bücher nennen? 🙂
Es kommt immer ein bisschen darauf an, für was sich jemand interessiert und was er gerade benötigt. Aber wenn ich mich einfach einmal auf diejenigen Sachbücher konzentriere, welche ich dieses Jahr gelesen habe, wären meine Top3 Bücher wahrscheinlich „Level up your Life“ von Steve Kamb, „Grand Adventure“ von Alastair Humphreys und „Tools of Titans“ von Timothy Ferriss. Diese waren alle englischsprachig – auf Deutsch war ich begeistert von „Nackt gut aussehen“ von Mark Maslow, „Leider geil, fett & faul“ von Christian Zippel und „Top-Job“ von Chris Guillebeau.

K: Wo können wir noch mehr über dich erfahren und deinen Blog lesen? Auf welchen Social Media Kanälen bist du unterwegs?

A: Ich bin tatsächlich auf nur sehr wenigen Social Media Kanälen unterwegs – am meisten kann man auf meinem Blog selbst (www.eigenerweg.com) über mich erfahren 😉 Auf Twitter poste ich ebenfalls ab und zu einmal (https://twitter.com/Eigenerwegcom).

K: Vielen Dank für deine Zeit. Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß und Erfolg mit deinem Blog, dass du uns noch möglichst lange inspirieren wirst 🙂