Ist es tatsächlich schon wieder Weihnachten?

Ich kann es kaum glauben, dass bald schon der 24. Dezember ist. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich werde langsam aufgeregt für all die Feierlichkeiten.

Aber ich werde auch nicht lügen, denn die Feiertage finde ich auch immer ziemlich stressig. Der Dezember ist kulinarisch und zeitlich gesehen eh schon immer ein anspruchsvoller Monat. Feier über Feier, Termin über Termin, Glühweintreff mit den Freundinnen hier, Weihnachtsfeier mit den Kollegen da, dazu noch Plätzchengeschenke von der Nachbarin und selbstgebackene Plätzchen schmecken auch nur frisch. Wir essen ohne Achtsamkeit, überfressen uns und dann kommt der Liebste auch noch mit einer halben Tonne Schokolade an Nikolaus an um dich zu erfreuen.

Bis dann endlich der 24. Dezember ist, haben wir schon einiges mehr genascht und konsumiert als sonst üblich. Die Krönung der Essensgelage steht jedoch noch an: Familientreffen bei Oma Inge.

Wie schön ist es doch jedes Jahr an Weihnachten mit der Familie zusammen zu kommen.

Alle vereint, nachdem man sich länger nicht gesehen hat. Berge von Essen werden eingekauft, gekocht und serviert. Jeder soll sich satt essen und nichts darf übrig bleiben, denn am nächsten Feiertag wird neu gekocht und frisch aufgetischt.

 

Keine Chance für dich deine guten Vorsätze einzuhalten?

Mit meinen Tipps wie du das weihnachtliche Familienessen überstehst ohne deine guten Ernährungsvorsätze gänzlich über Bord zu werfen, wirst du Weihnachten sicher gut überstehen.

 

Tipp # 1: Setze dir eine Intention

Bevor du zu einem Weihnachtstreffen bei Oma, Eltern oder Freundin gehst, setze dir ein Ziel, eine Intention für das Treffen. Was ist dir wichtig? Wie soll der Tag laufen? Was planst du zu essen und wie viel? Sei achtsam beim Essen und verliere dein gesetztes Ziel nicht aus den Augen. Sei es dass du langsam isst oder dir dein Glas kein zweites Mal füllen lässt oder nur einen kleinen Nachtisch isst. Achte darauf, dass du den Fokus behältst und dich nicht ablenken oder in die Irre führen lässt.

 

Tipp #2: Lass was liegen

Oma Inge hat den Tisch mit ihrem feinsten Silber geschmückt. Die ganze Verwandtschaft ist eingeladen zu Speis und Trank und dutzende leckere Speisen werden serviert als ob es kein Morgen gäbe. Alle greifen beherzt zu und nehmen sich Nachschlag um Nachschlag von den feinen aber auch kalorienreichen Speisen. Du hast dir im Vorhinein fest vorgenommen nicht bis zum Umfallen zu essen.

Bei deiner Verwandtschaft ist das jedoch etwas schwierig. Sobald der Teller leer ist steht Oma mit dem Nachschlaglöffel da. Mein Tipp für dich: lass immer eine Kleinigkeit auf dem Teller liegen. Bei der nächsten Nachfrage nach Nachschlag kannst du dann guten Gewissens sagen, dass du gerne alles probierst sobald dein Teller leer ist. Bei dir dauert das Teller leeren jedoch so lange bis alle anderen fertig sind.

 

Tipp #3: Bringe was mit

Deine Verwandtschaft kocht eher deftig und kalorienreich? Biete an, dass du dich um die Vorspeise oder das Dessert kümmerst oder eine Beilage mitbringst. Diese kannst du dann in deinem Sinne zubereiten und dich zu großen Teilen daran satt essen, während du dennoch von allen anderen Sachen ein Häppchen probierst.

 

Tipp #4: Fülle dir den Teller

Ja du hast richtig gelesen: fülle dir den Teller. Und zwar einen kleinen Teller. Denn das Auge isst mit. Bei kleinen voll gefüllten Tellern ist das Auge optisch eher zufrieden als bei großen halbleeren Tellern. Einen Teller füllen und dann fertig. Nicht ständig ein Häppchen hier und eines da probieren. Du verlierst viel zu schnell den Überblick wie viel du gegessen hast. Ach ja, kauen nicht vergessen. Und zwar langsam. Denke daran, du hast ZEIT.

 

Tipp #5: Veggies, veggies, veggies

Es gibt bei euch mehr als nur eine Beilage, vielleicht sogar Buffet? Buffet ist am besten, du kannst auswählen und keiner wird dich komisch ansprechen warum du dieses oder jenes nicht auf dem Teller hast. Lade dir den Teller voll mit Salat und Gemüse und dann als Probierhäppchen deine Lieblingsspeisen. So kannst du alles probieren, füllst deinen Magen zum Großteil aber mit gesunden Vitaminen statt mit Fett und Zucker.

 

Tipp #6: Wie war das noch mit Alkohol?

Bier und Wein, das ist zwar fein, lass es lieber dennoch sein. Sicher möchtest du an den Festtagen einen Aperitif oder einen schönen Rotwein trinken. Genieße Alkohol in Maßen, sei dir aber auch bewusst, dass alkoholische Getränke deinen Appetit steigern werden, vor allem auf fettige und süße Speisen. Wenn du kein Food Monster werden willst, dann lass Alkohol eher zur Seite. Mittlerweile gibt es auch sehr leckere hochwertige Säfte, die edel kreiert worden sind und im schönen Weinglas serviert werden. Mein Favorit derzeit ist dieser rote Apfelsaft.

 

Ich bin mir sicher, du wirst eine wunderbare Weihnachtszeit haben. Genieße sie mit allen Sinnen, aber nach deinen eigenen Spielregeln. Frohe Weihnachten für dich und deine Familie!