Wie schaffst du es deine Ausreden zu verändern?

Hast du schon mal so einen Morgen gehabt? Du bist zu Bett gegangen mit der vollen Intention am nächsten Morgen früh aufzustehen, Sport zu machen, zu meditieren und in dein Journal zu schreiben bevor der Rest der Familie den Morgenrhythmus bestimmt.

Der Wecker klingelt wie eingestellt um 5 Uhr. Draussen ist es noch dunkel, dein Bett ist kuschelig warm. Du drehst dich um und denkst „nur noch 5 Minuten“. Fünf Minuten gehen vorbei und du denkst dir „ooooochhhh, ich bleibe nochmal fünf Minuten, was machen schon ein paar Minuten aus“. Und ehe du dich versiehst, bist du wieder eingeschlafen. Als du das nächste Mal aufwachst, ist es bereits hell, die Kids springen schon in ihren Betten herum und an Sport & Co ist nicht mehr zu denken. Du rennst der Zeit hinterher.

An anderen Tagen bist du so motiviert aufzustehen, dass du bereits vor dem Wecker hellwach im Bett sitzt. An Tagen wo etwas positiv spannend aufregendes passiert, wo du auf Reisen gehst oder deine beste Freundin zu Besuch kommt, klappt es wunderbar mit dem Frühsport, der Morgenmeditation und dem Journaling.

Warum ist es so, dass wir es manchmal ganz einfach schaffen ohne Ausreden aus dem Bett zu springen und wir uns an anderen Tagen am liebsten noch drei Mal die Decke über den Kopf ziehen möchten?

Um die Antwort auf diese Frage herauszufinden, darfst du mal ganz tief in dein Innerstes schauen.

„Ich wünschte ich hätte Zeit fürs Fitnessstudio. Aber mein Tag ist einfach zu kurz – ich habe keine freie Minute.“

„Wenn ich es doch nur schaffen könnte abzunehmen. Ich bin einfach ein Schokoholic.“

„Mein Chef hat keine Vorstellung davon, was ich bereits alles erledigen muss. Ich komme nie aus der Arbeit pünktlich raus.“

Schon mal gehört? Oder ähnliches? Welche Gedanken schwirren dir durch den Kopf und hindern dich daran bestimmte Dinge zu tun? Im Prinzip sind das alles Ausreden dafür, nicht ins Tun zu kommen. Nicht die Dinge anzugehen, die wir möchten, vor denen wir aber vielleicht etwas Angst haben. Jeder hat von Zeit zu Zeit Ausreden, ich auch. Doch wenn du wirklich etwas erreichen willst, dann müssen alle Ausreden verschwinden.


Warum ist es so schwer seine Ausreden zu verändern?

Wenn du wirklich Zeit für Sport haben wollen würdest, dann würdest du deinen Tag umstrukturieren, um wenigstens ein paar Minuten dafür zu finden.

Wenn du wirklich auf Schoki verzichten wollen würdest, dann würdest du Wege finden deine Schokogelüste zu verändern.

Wenn du wirklich pünktlich aus der Arbeit gehen wollen würdest, dann würdest du das Gespräch mit deinem Chef suchen und nicht länger aufschieben.

Im Prinzip sagst du mit deinen Ausreden: „ich kann nicht …“

„Ich kann nicht früher aus der Arbeit gehen“.

„Ich kann mir keine Zeit für mich und meinen Sport nehmen“.

„Ich kann nicht auf Schokolade verzichten“.

Und „ich kann nicht“ bedeutet eigentlich „ich will nicht“.

„Ich will nicht mit meinem Chef reden, damit sich an meinem Arbeitsalltag etwas ändert“.

„Ich will keinen Sport im Fitnessstudio machen“.

„Ich will nicht auf Schokolade verzichten“.

Du wünscht dir zwar etwas, willst aber die Arbeit dafür eigentlich nicht tun.

Das was du dir wünscht, ist nicht deine Top-Priorität.

Du kannst natürlich mit Argumenten ankommen, warum und weshalb genau bei dir alles anders ist und warum du eine Ausnahme von der Regel bist, doch das bringt dich auch nicht weiter. 

Wie schaffst du es deine Ausreden positiv zu verändern

Schreibe dir am besten eine Liste mit allen Dingen die du nicht machen KANNST („Ich kann dienstags nicht zum Yoga, da muss ich meine Tochter zur Klavierstunde fahren“ … „Ich kann keine gesunden Mahlzeiten kochen, denn das isst meine Familie alles nicht“). Und dann ersetze „ich kann nicht“ durch „ich will nicht“ und schaue mal, ob du damit übereinstimmst.

Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, dann willst du zu 99 Prozent dein „ich kann nicht“ auch gar nicht. Denn sonst würdest du in den allermeisten Fällen einen Weg finden. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg, sagt ein schönes Sprichwort.

Wie ich meine Ausreden verändert habe

Ich habe mir schon seit Jahren vorgenommen, morgens ganz früh aufzustehen und Zeit für mich zu haben, meine Faszien zu rollen oder zu meditieren. Einige Zeit habe ich es geschafft, weil ich eine sehr spezielle gesundheitliche Motivation dafür hatte. Als die Situation sich jedoch geändert hatte, war ich wieder zurück im Bett. Warum? Ganz einfach, weil ich eigentlich morgens nicht vor den Hühnern mit Weckerklingeln aufstehen will. Ich hasse es.

Genauso will ich eigentlich seit Jahren schon täglich in ein Journal schreiben, weil man immer hört, dass das gut ist für Businessleute und jeder macht es, der was auf sich hält. Eine Zeitlang habe ich es täglich geschafft und dann wieder aufgehört. Warum? Weil ich eigentlich keine Lust dazu habe.

Ich habe mir nach einiger Zeit eingestanden, dass zwar beide Sachen, morgens früh aufstehen und journaling, fantastische Methoden sind, um erfolgreich in den Tag zu starten, doch sie passen einfach nicht für mich. Meine Faszien rolle ich jetzt abends vor dem Fernseher, ich meditiere mehrmals in der Woche direkt nach dem Frühstück für 10 Minuten und ich habe ein Journal in das ich schreibe, wann immer ich das Bedürfnis dazu habe.

Wie kannst du deine Ausreden verändern?

Motivation alleine ist ein sehr wackeliger Unterstützer, wenn es darum geht, etwas in deinem Alltag zu verändern. Verstehe mich nicht falsch – Motivation ist wichtig und ohne Motivation geht gar nichts. Doch dich nur auf Motivation zu verlassen, ist gefährlich. Denn Motivation ist oft schneller wieder weg als sie gekommen ist. Du kennst sicher die Neujahrsvorsätze jedes Jahr im Januar.

Sei also in Zukunft ehrlich zu dir selbst und überprüfe ob du etwas wirklich willst oder tief in deinem Innersten eine Ausrede dafür hast. Falls ja, dann kannst du dir noch so oft vornehmen, dass du Salat zu Mittag isst. Wenn du aber eigentlich keinen Salat mittags magst, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du lange durchhältst, sehr gering.

Erlaube dir zu sagen „ich will nicht“ und suche dir Dinge die tatsächlich wichtig für dich sind und für die du brennst. Und dann starte in kleinen Schritten, dort hin zu gehen wo du hin möchtest. Überfordere dich nicht, sondern gehe in deinem Tempo.

Starte mit einem ersten Mini-Schritt und lass etwas Großes daraus wachsen. Tiny Habits®, also Mini Gewohnheiten sind die perfekte Art um den ersten Samen zu sähen. Wenn du neugierig bist, wie auch du durch winzige gute Gewohnheiten positive Aktionen in deinen Alltag integrieren kannst, so dass du es schaffst auch Dinge zu tun, die du sonst aufschiebst, dann mache mit beim gratis 5-Tage Tiny Habits® Programm von BJ Fogg, und mir als deinem persönlichen Coach. Neugierig? Dann klicke gleich hier. 

Schreibe mir gerne im Kommentar

Was sind deine größten Ausreden? Was für einen Aha-Gedanken hattest du beim Lesen meines Artikels? Ich bin gespannt auf deine Antwort. 

Kennst du schon mein gratis Mini-ebook?

5 Tipps, um deinen Rücken im Büro zu entspannen

Neben achtsamem Essen ist es wichtig, dich zu bewegen, um Stress zu lindern. Wie geht es deinem Rücken und deinem Nacken? Oft sind diese die ersten die melden, dass dir etwas zu schaffen macht … vor allem während du arbeitest.

Damit es dir und deinem Rücken besser geht, habe ich ein gratis Mini-eBook mit 5 Tipps zusammengestellt. Damit schaffst du es spielend einfach, deinen Rücken und deine Haltung täglich im Büro zu entspannen. Hole dir die Tipps für deinen gesunden Rücken hier. 

Es fällt dir schwer dich alleine zu bewegen und du brauchst sportliche Inspiration? Dann komme gerne in meine Facebook Gruppe „Workout von Zuhause!“ (Ladies only!).

Neueste Blogartikel

 

Willst du noch mehr Input und Tipps für dein gesundes Leben und wie du mit Fitness nicht nur beginnst, sondern auch dranbleibst? Dann lese am besten gleich weiter.

Über Kerstin Goldstein

LiveFitAnywhere hilft Frauen in verantwortungsvollen Positionen dabei, gesunde Routinen zu leben und durchzuziehen und ihr Leben wieder in Balance zu bringen, selbst wenn der Alltag sehr stressig ist und so wieder mehr Ausgeglichenheit, Erfüllung und Spaß zu erhalten - ohne das Gefühl von Verzicht und ohne regelmäßige Besuche im Fitnessstudio.

Ähnliche Posts