If you can see it, you can do it!

Wenn du dir oft genug etwas vorsagst, egal ob in Gedanken oder laut, dann glaubst du es irgendwann auch, egal ob es stimmt oder nicht. Wenn du dir immer wieder dieselbe Lüge vorsagst, dann wirst du sie irgendwann für wahr halten. Denn dein Denken und deine Gedanken bestimmen, was für ein Mensch du bist.

„Ich kann nach der Arbeit nicht auch noch Sport machen. Was soll ich denn noch alles machen?“
„Ich schaffe es nicht langfristig abzunehmen, dafür bin ich nicht diszipliniert genug.“

Ich möchte dir heute ein paar Anregungen geben, wie du deine Gedanken besser steuern kannst. Doch beachte, das ist ein Prozess der genauso viel Training erfordert wie Muskelaufbau. Es passiert also nichts, nur weil du einmal einen Blogartikel liest.

Wenn du deine positiven Gedanken gezielt förderst und sie mit Emotionen verbindest, dann sind das stark motivierende Kräfte, die dein Handeln steuern.

Überlege mal was es mit dir macht, wenn du ständig destruktive, negative Gedanken über dich hast:

„Ich kann nicht ins Schwimmbad gehen, wo die schlanken Leute mich sehen.“
„Ich kann mir keine Unterstützung leisten, dafür habe ich kein Geld.“
„Ich habe schon so oft probiert abzunehmen, warum sollte ich diesmal durchhalten, wenn ich es früher auch nicht geschafft habe.“

Mit diesen negativen Gedanken, sagst du dir im Endeffekt: „Das schaffe ich nicht / kann ich nicht, dafür brauche ich erst xyz / dafür muss erst xyz passieren.“

Letztendlich sagst du damit: „Ich bin nicht gut genug.“

Nutze Affirmationen

Wenn du den Plan hast etwas an dir oder in deinem Leben zu verbessern, ich nehme das Beispiel abnehmen, dann kann dieses Ziel durch wiederholtes positives Denken und förderliche Affirmationen freigesetzt werden.

Schreibe dir dein wichtigstes Ziel auf und wiederhole es mehrmals täglich in Gedanken bis es sich so tief in dein Unterbewusstsein eingeprägt hat, dass es Wahrheit geworden ist. Hab Selbstvertrauen und nutze die Autosuggestion, um dir positive Impulse zu geben. Schreibe dir einige positive Sätze auf, lerne sie auswendig oder spreche sie auf dein Handy auf und höre das Audio immer wieder bis dein Geist davon überzeugt ist, dass du bereits an deinem Ziel bist.

„Ich bin schlank und trage mein wunderschönes rotes Sommerkleid.“
„Es fällt mir leicht mich gesund zu ernähren und gesunde Nahrungsmittel für meinen Körper zu wählen.“
„Es macht mir Spaß mich zu bewegen und zu spüren wie ich fitter werde.“

Stelle dir vor deinem inneren Auge die Person vor, die du sein möchtest, nicht die Person die du derzeit bist oder früher warst. Wer willst du sein und wo willst du hin? Konzentriere dich auf deine Zukunft und schaffe dir ein klares inneres Bild von dem Menschen, der du sein willst. Und dann stelle dir mehrmals täglich diese Person vor deinem inneren Auge vor. Spüre sie. Fühle sie. Handle so wie sie. Sei sie.

Suche dir Unterstützer

Hab auch eine positive Einstellung anderen Menschen gegenüber. Begegne ihnen mit Liebe, auch wenn sie derzeit vielleicht noch nicht an dich glauben. Glaube an sie – und dich – und mache dein Umfeld zu deinen Unterstützern. Wenn du diese Menschen derzeit nicht in deinem Umfeld hast, dann suche dir welche.

Du kennst vielleicht die Aussage, dass du der Durchschnitt der fünf Menschen bist mit denen du am meisten Zeit verbringst. Schau dir deine Mitmenschen ganz genau an. Wenn sie dein Ziel, dein neues DU nicht fördern und unterstützen, dann brauchst du ein neues Umfeld. Das heisst nicht, dass du deine Schwiegereltern nie wieder siehst, sondern du holst dir neue Leute ins Boot, die dir auf dem Weg zu deiner neuen Vision von dir förderlich sind.   

Dein Erfolg beginnt in deinen Gedanken, also fördere deine Gedanken. Ob du gewinnst oder nicht entscheidet darüber ob du denkst, dass du gewinnen kannst. 

Laut Napoleon Hill (Autor des Bestsellers: „Think and grow rich“) bezeichnet der Begriff Autosuggestion „alle Suggestionen und selbst verabreichten Reize, die über die fünf Sinne in den Geist eindringen. Anders ausgedrückt ist Autosuggestion Selbstbeeinflussung. Sie ist die Vermittlungsstelle zwischen dem Bewusstsein und dem Unterbewusstsein“.

Mit deinen Gedanken, egal ob positiv oder negativ, erlaubst du deinem Unterbewusstsein dich zu beeinflussen.

Hill sagt weiterhin: „Wir können das Unterbewusstsein mit einem fruchtbaren Fleckchen Erde im Garten vergleichen. Wenn Sie dort nichts Brauchbares aussäen, wird das Unkraut wuchern“.

Es hilft allerdings nicht, dir einfach nur positive Worte in Gedanken vorzusagen. Du musst Emotion in diese Worte legen und daran glauben, dass das was du dir sagst auch wahr ist oder wahr sein wird. Wenn du diese beiden Komponenten vergisst, dann wird sich nichts für dich ändern. Um dein Unterbewusstsein zu beeinflussen, muss deine Emotion in deinen Worten spürbar sein.

Steter Tropfen höhlt den Stein

Hab etwas Geduld mit dir, du kannst nicht von einem Moment zum nächsten dein Unterbewusstsein ändern nur weil du dir einmal etwas emotional Positives vorsagst. Es dauert, so wie es für ein Baby eine gewisse Zeit dauert, bis es laufen kann.

Manchmal wirst du hinfallen, wenn etwas nicht gleich so eintritt wie du es dir visualisiert hattest,
Aufstehen,
Krone richten,
Weitermachen.

Übe, wiederhole, festige das was du dir suggerierst und visualisierst. Mit etwas Geduld, Hingabe und Emotion wirst du es schaffen.

Je mehr du dich mit der Visualisierung deiner Ziele, deines Wunschkörpers oder etwas das du unbedingt erreichen willst beschäftigst, desto leichter werden sich dir Möglichkeiten eröffnen, dies auch umzusetzen, denn du bist offener für Veränderungen. Warte also nicht, bis dir ein spezieller Plan zur Erreichung deines Zieles ins Haus geflattert kommt, sondern lasse dein Ziel in deinem Unterbewusstsein schon jetzt Realität sein. Dann werden sich dir genau die Dinge eröffnen, die du brauchst um voranzukommen.

Und nun konkret …

Visualisiere dein Ziel zweimal pro Tag und stelle dir in Gedanken vor, wie du dich dann fühlen wirst. Am besten im Bett morgens gleich nach dem Aufwachen und abends kurz vor dem Einschlafen. Schließe dazu die Augen und sage dir in Gedanken vor was dein Ziel ist und was du dafür tun wirst, um dahin zu kommen.

Wichtig ist, dass du dein Unterbewusstsein regelmäßig trainierst. Wie deinen Bizepsmuskel, der wächst auch nicht, nur weil du ein Mal  pro Jahr Sport machst.

Bedenke, dass du immer eine Gegenleistung erbringen musst, von alleine und nur mit Fingerschnippen tut sich nichts. Wenn du also dein Ziel visualisierst, dann stelle dir vor was du dafür tust um es zu realisieren, was tust du als Ausgleich dafür.

Um dich auch tagsüber an deine Ziele zu erinnern, schreibe deine Ziele auf post-it Kärtchen und verteile diese in deinem Büro. So wirst du immer daran erinnert so wie die Person zu handeln, die du sein wirst.

Wenn du dir vorstellst eine sportliche, schlanke, fitte Person mit einem erfolgreichen Business zu sein und du isst ständig in Hektik mittags an deinem Schreibtisch eine Butterbreze inkl. Cola, weil du denkst du hast keine Zeit für eine ordentliche Mittagspause, dann passt das nicht zu deinem visualisierten Bild von dir. Dann handelst du nicht so, dass du deiner Vision von dir näher kommst. Dann sabotierst du dich nur selbst.

Mit all deinen Gefühlen und aller Emotion sehe die Person vor dir, die du sein willst und dann handle entsprechend so wie sie handeln würde.

Iss jetzt schon das Essen, das sie bestellen würde. Mache jetzt schon den Sport, den sie machen würde. Umgib dich mit Personen, die sie um sich haben würde.

Just do it!

Kennst du schon meinen Podcast „Hoch vom Sofa!“? Zu den meisten Blogartikeln nehme ich entsprechend einen Podcast auf. Wenn du also lieber hörst statt liest, dann schau doch mal beim Podcast vorbei.

Über Kerstin Goldstein

Kerstin ist Reisebiene, zertifizierte Pilates-, Fitness- und Meditationstrainerin aus Leidenschaft. Als (online) Coach und Trainerin für Fitness, Ernährung und Entspannung unterstützt sie seit fast 20 Jahren vor allem Frauen dabei, ihre sportlichen und gesundheitlichen Ziele umzusetzen.

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