Der Dezember ist kein guter Monat zum Abnehmen. In der Adventszeit locken überall Kalorienbomben. Plätzchen, Glühwein, Weihnachtsfeiern und dann auch noch das Weihnachtsmenü. Drei Tage dauerfuttern gefolgt von Silvesterbuffet und extra viel Alkohol. Wir genießen im Dezember das Leben und lassen uns nur zu gerne von den Verlockungen der Vorweihnachtszeit zu kalorienreichen Leckerbissen hinziehen.

 

Im Januar kommt dann regelmäßig das große Erwachen.

Schon in der Silvesternacht schwören wir uns, dass ab dem 1. Januar mit der Völlerei und den Naschereien endgültig Schluss sein wird. Ab sofort machen wir jeden Tag Sport, melden uns im Fitnessstudio an oder nehmen uns vor dreimal pro Woche vor dem Frühstücken joggen zu gehen. Wie lange diese Euphorie anhält? Aus meiner Erfahrung nicht sehr lange. Mitglieder, die sich in der ersten Januarwoche in meinem Fitnessstudio angemeldet haben, habe ich immer sehr genau und argwöhnisch beobachtet. Trotz allem Enthusiasmus beim Start ist die Motivation dauerhaft etwas in ihrem Leben zu ändern, oft nach zwei oder maximal drei Wochen abgeflaut und ich sah diese Leute erst im Jahr darauf im Januar wieder.

Viel lieber waren mir die Kunden, die im Dezember eine Mitgliedschaft abgeschlossen haben. Bei denen wusste ich, die meinen es ernst. Die wollen im schlechtesten Monat des Abnehmens bereits in ihre Gesundheit investieren. Vorarbeiten für den Plätzchenkater im Januar. Diese Kunden waren mir äußerst sympathisch und in der Regel auch sehr erfolgreich. Der Dezember war für viele von ihnen nicht der Schlemmermonat ohne Boden, sondern ein normaler Monat in dem es einige Feste gab, bei denen sie aber keine großen Probleme hatten, sich bei den Schlemmereien auch zurückzuhalten. Mit Freude stürzten sich diese Menschen ins Training und arbeiteten eifrig daran, die konsumierten Adventskalorien gar nicht erst am Körper ansetzen zu lassen.

 

Was für ein Mensch bist du?

Jemand, der im Dezember schlemmt und im Januar mit unrealistischen Neujahrsvorsätzen zwei Wochen lang Vollgas gibt und dann in seinen alten Trott zurückfällt?

Oder bist du eine Person, die bereits im Dezember den Entschluss fasst, dass man auch neben all den Einladungen Sport machen kann?

 

Für diejenigen unter euch, die sich auch im kalten letzten Monat des Jahres aufraffen wollen, um dem Glühweinbauch entgegen zu wirken, habe ich ein Trainingsprogramm für zuhause oder den Park zusammengestellt. Auch wenn die Zeit fürs Training knapp ist, eine kurze intensive Einheit bringt den Stoffwechsel in Schwung, fordert das Herz-Kreislauf-System und hilft dabei, nach all dem Zucker- und Fettkonsum nicht auf dem Sofa dahinzuschmelzen.

 

Euer Trainingsprogramm für mehr „Weihnachtslust statt Plätzchenfrust“

Im ersten Video zeige ich euch 5 effektive Ausdauer-Übungen zum Auspowern, die euch zum Schwitzen bringen und eure Fettverbrennung ankurbeln.

 

Im zweiten Video geht es um effektive Kraftübungen. Wenn ihr diese 5 Kräftigungsübungen regelmäßig macht, dann steigert ihr euren Muskulaturanteil und verbrennt dadurch mehr Körperfett.

 

Idealerweise macht ihr beide Trainingsvideos zusammen, also in einer Trainingseinheit. Die Reihenfolge ist so: Aufwärmen – Krafttraining – Ausdauertraining.

1. Aufwärmen:

Aus dem Ausdauer-Übungsvideo jede Übung 60 Sekunden machen. Nach jeder Übung dürft ihr euch 30 Sekunden Pause zum Durchatmen gönnen.

2. Krafttraining:

Aus dem Kraftübungsvideo alle Übungen nacheinander für 60 Sekunden pro Übung durchmachen. Wenn ihr alle Übungen einmal durch habt, gibt es eine 60 Sekunden Pause zum trinken und durchatmen. Dann noch zwei weitere Durchgänge wiederholen, so dass jede Übung dreimal gemacht wird. In den 60 Sekunden Trainingszeit macht ihr so viele Wiederholungen wie ihr schafft. Minimale Pause zwischen den einzelnen Übungen, nur so lange pausieren wie ihr braucht, um die Position zu wechseln und durchzuatmen.

3. Ausdauertraining:

Nach dem Krafttraining geht es wieder ans Ausdauertraining: aus dem Ausdauer-Übungsvideo nochmal jede Übung 60 Sekunden machen. Dazwischen jeweils 30 Sekunden Pause zum Durchatmen. Wer noch Puste hat, macht noch eine Runde Ausdauertraining, so dass ihr insgesamt idealerweise drei Durchgänge habt.

Wer noch nicht so fit ist, kann sich die Zeiten der einzelnen Übungen anpassen. Erstmal mit 30 Sekunden pro Übung starten, irgendwann auf 45 Sekunden steigern und bald schafft ihr dann auch volle 60 Sekunden für jede Übung.

Startet am besten noch heute mit dem ersten Training, denn ihr wisst ja, der Januar ist nicht mehr weit und Neujahrsvorsätze die irgendwas mit „ich gehe ab morgen jeden Tag joggen“, „ab sofort esse ich keine Schokolade mehr“ oder „ab jetzt nehme ich 5 kg ab“ sind spätestens Mitte Januar wieder gebrochen.

Noch mehr Plätzchen-weg-Tipps kriegt ihr übrigens auf dem Blog von Fitnessblogger Fabian Prell in seinem Artikel: Warum Bauchfett so hartnäckig ist.

Und auf meiner Facebook Seite gibt es jeden Tag Tipps rund um gesunde Ernährung, Sport für unterwegs und wenn ihr wenig Zeit habt und noch viele andere Inspirationen für ein gesundes Leben.