Nach langer Zeit habe ich mal wieder eine Tour gemacht, die es würdig ist, dass ich sie hier beschreibe. In den letzten Monaten habe ich einige kleinere Touren gemacht, die aber allesamt eher für meine Begriffe unspektakulär waren und daher keinen eigenen Blogartikel verdienten.

Anfang August bin ich mit meinem Mann zusammen nach Dubai gezogen, da er dort ein Jobangebot bekommen hat. Diese Tour ist die erste die wir in den VAE ausprobiert haben und sie ist wirklich zu empfehlen. Allerdings NUR für geübte Wanderer. Du brauchst rutschfeste Schuhe (logisch), Kondition (mittel), aber am wichtigsten: Trittsicherheit. In normalen Turnschuhen würde ich die Tour nicht machen wollen, mein Mann hatte seine Wanderschuhe an und ich meine leichten Sportiva Trekkingschuhe, die super geeignet waren. Auf alle Fälle sollten deine Schuhe einen guten Grip haben.

Solltest du irgendwann in den VAE sein und diese Route auch gehen wollen, dann lade dir auf alle Fälle vorab die Route hier runter als offline Map: http://outdooruae.com/route/hiking-route/jebel-hafeet-hike/. Haben wir auch genutzt, ohne Karte ist die Tour nicht zu empfehlen, da keine Wegweiser vorhanden sind und auch kein offensichtlicher Pfad. Mit der Karte sieht man aber immer, ob man auf dem richtigen Weg ist. Während dem Wandern war Internetempfang nur bedingt vorhanden, also unbedingt Karte vorab downloaden.

Der ganze Weg ist uneben, voller Geröll und Steine. Es geht auf alle Fälle recht steil bergan und eigentlich fast nie längere Zeit in der Ebene, nur immer mal ein paar Meter zwischendurch. Du kletterst also von Stein zu Stein, läufst von Schotterpiste zu Schotterpiste und ab und an wären auch Klettersteigerfahrungen sinnvoll.

Wenn man leicht vom Weg abkommt, weil man man eine zeitlang die Landschaft genossen oder die nistenden Vögel beobachtet hat oder sich an der Strecke erfreut die man bereits geschafft hat, dann kann es passieren, dass man sich an ausgesetzten Stellen wiederfindet. An sich kein Problem, wenn man so eine Gemse ist wie z.B. mein Mann. Der hangelt einfach an der ausgesetzten Stelle vorbei, egal ob ein steiler Abgrund unter ihm ist oder nicht.

Bei mir ist das etwas anders. Wenn ich beim Wandern etwas hasse, dann sind es Abgründe, wo ich nur an einer ganz Mini-schmalen Stelle vorbeikomme, mich mit den Händen in ein kleines Stück Fels eingrabe und mich gedanklich bereits im Abgrund liegen sehe. Ich bekomme jedes mal Panikattacken, wir kennen die mittlerweile schon … ich probiere immer dennoch weiterzugehen, aber meist hänge ich dann so in besagter Stelle, dass ich gefühlt weder vor noch zurück gehen kann. In der Regel gehe ich dann irgendwie auf dem Hosenboden kriechend zurück und suche mir einen andere Weg. So war es auch wieder auf dieser Tour, hätte aber nicht sein müssen, wenn wir die ganze Zeit unsere Route auf der download map im Auge behalten hätten. Das soll dich nicht davon abhalten die Tour zu gehen. Wenn du dich genau an den Downloadweg hältst, wirst du nicht in meiner Situation sein. Und wenn du eine „Gemse“ bist, dann wirst du solche kleinen Abenteuer eh lieben.

Wir sind um 5.40 Uhr morgens gestartet, noch vor Sonnenaufgang, was sehr zu empfehlen ist, vor allem in den Sommermonaten. Es war erstaunlich angenehme Temperatur zu Beginn (die erwartetet Tagestemperatur war 42 Grad (Augusthitze)), doch am Fuß des Berges wehte morgens ein leichtes Lüftchen. Definitiv eine Mütze aufsetzen, denn man läuft die ganze Zeit in der Sonne. Die angesetzte Zeit für die Wanderung war 3-4, Tendenz zu 4 Stunden. Wir haben sie in 2.45 Std geschafft und zwar vom Parkplatz zum Hotel am Gipfel. Dort haben wir uns beim Concierge ein Taxi bestellt, das nach 40 Minuten dann auch kam (das Taxi muss von Al Ain erst kommen und 60 Serpentinen hochfahren). Für 40 Dh kann man sich bequem klimatisiert nach unten bringen lassen.

Den gleichen Schotterweg retour zu gehen würde ich nicht empfehlen. Auf Geröll hochlaufen ist eine Sache, aber runterlaufen eine ganz andere. Martin musste ein Stück zurück gehen zwischendurch, weil er seine Mütze verloren hatte (leider nicht wieder gefunden) und selbst DIESE Gemse meinte, dass es rutschig wäre. Die Alternativroute zum Gehen wäre die Straße mit ihren vielen Serpentinen. Ja, kann man laufen, ist aber ziemlich lang und auch bisschen langweilig für meine Begriffe. Plus: es kann ziemlich die Sonne brennen, das wollten wir jetzt nicht haben, daher haben wir uns für die klimatisierte Taxivariante entschieden.

Wenn du ein bisschen abenteuerlustig und wandernd geübt bist, dann wirst du viel Spaß auf dieser Tour haben. Für alle anderen empfehle ich einfach mit dem Auto zum Gipfel zu fahren und den Ausblick von dort oben zu genießen.

Wandern ist meine Leidenschaft

Wandern Bayrischzell

Warum ich gerne wandere? Weil ich mich dabei frei fühle.
Frei von Arbeit,
frei von to do Listen,
frei von allem was mir so durch den Kopf geht.

Ein Tag an der frischen Luft, von Bergen umgeben, ist ein Traum für mich, den ich versuche so oft wie möglich umzusetzen.

Vielleicht kann ich dich ebenfalls fürs Wandern begeistern und lasse dich daher an einigen meiner Touren teilnehmen.

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