Im österreichischen Lechtal war ich noch nie zum Wandern. Daher habe ich mich auf diese Tour besonders gefreut. Die ganze Woche hatte der Wetterbericht schon keine freudigen Nachrichten für mich und meine Begleiter und so war es dann auch, dass sich Nebel, Graupel, Sonne und Wind regelmäßig abgewechselt haben.

Da wir in der Gruppe unterwegs waren, konnten wir ein Auto in Zürs parken und ein weiteres Auto in Lech am Arlberg. Dadurch haben wir uns den Laufweg am Ende von Zürs nach Lech gespart, der nicht sehr einladend zu Fuß wirkte (nur an der Straße entlang).

Start der Tour war an der Talstation der Rüfikopf Seilbahn in Lech am Arlberg. Mit der Gondel ging es bis auf den Rüfikopf nach oben. Gut, dass ich meine Sonnenbrille erst gar nicht ausgepackt habe, denn am Berg oben hat man die Hand vor Augen nicht sehen können. Dennoch sind wir dank guter Beschilderung und google maps gestartet.

Die 2 stündige Strecke zur Stuttgarter Hütte (2.310m hoch) ist eigentlich nicht schwer. Es geht nur ab und an etwas auf und ab, in der Regel gibt es nur kleine An-und Abstiege. Das Gelände ist jedoch ziemlich steinig und geht linker Hand auch oft abschüssig hinunter, was die Tour für Leute mit Angst vor Abgründen vielleicht nicht empfehlenswert macht. Die Schwierigkeit war lediglich das Wetter. Durch den Regen war der Boden aufgeweicht, rutschig und glatt. Das Steigen über Steine erwies sich dementsprechend als eine Herausforderung, denn jeder Schritt bedeutete, dass man leicht abrutschen und den Abhang hinunterkugeln kann. Eine nicht erfreuliche Aussicht.

Ganz unerwartet traf mich der Anblick von Schnee (im Juli!), aber drüber mussten wir und auch durch einige spontane Bachläufe ging der Wanderweg. Nebel kam und ging. Graupel ebenso. Leicht durchnässt waren wir froh in der Stuttgarter Hütte zur Mittagszeit anzukommen und uns aufzuwärmen. Danach ging es für einen Teil der Gruppe weiter den Lechtaler Höhenweg entlang und für mich und einen anderen Teil der Gruppe wieder zurück ins Tal, nach Zürs. Der Abstieg war doch recht steil, obwohl es auf der Karte gar nicht danach aussah, was meinen Knien gar nicht gefallen hat, trotz Stöcke. Definitiv Stöcke für diese Wanderung mitnehmen, solltest du die auch einmal machen wollen.

Vorbei ging es noch an meiner neuen Freundin Schecki-Pferd, einigen anderen Tierchen, wunderschönen Wildblümchen und zahlreichen Wasserfällen. Das letzte Stück ist dann auf geteerter Straße und ein richtig entspannender Abstieg. Zürs im Sommer ist echt krass, ausgestorben, wir haben keine lebendige Menschenseele gesehen. Nur leerstehende Hotels, da scheint auch keiner zu wohnen. Kaum vorstellbar, dass hier im Winter die Post abgehen soll. Vielleicht muss ich im Winter nochmal wiederkommen und mich überzeugen, dass hier tatsächlich was geboten ist im Ort.

Mein Fazit für diese Tour:

  • einmalige Landschaft mit vielen unterschiedlichen Vegetationen
  • nicht sehr anstrengend, wenn das Wetter passt
  • bei Regen lieber nicht machen
  • nicht empfehlenswert für Wanderer mit Knieproblemen
  • ohne Stöcke nur für großgewachsene Personen angenehm

Wandern ist meine Leidenschaft

Wandern Bayrischzell

Warum ich gerne wandere? Weil ich mich dabei frei fühle.
Frei von Arbeit,
frei von to do Listen,
frei von allem was mir so durch den Kopf geht.

Ein Tag an der frischen Luft, von Bergen umgeben, ist ein Traum für mich, den ich versuche so oft wie möglich umzusetzen.

Vielleicht kann ich dich ebenfalls fürs Wandern begeistern und lasse dich daher an einigen meiner Touren teilnehmen.

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?